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| Im nächsten Jahr wird das Wirtschaftswachstum stagnieren, Deutschland rutscht in eine Rezession ab |
- die Zeichen sind nicht mehr zu übersehen
Nach Einschätzungen des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, den fünf Wirtschaftsweisen, wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr in eine Rezession gleiten.
In diesem Jahr wird das Wirtschaftswachstum bei 1,7 Prozent liegen, aber bereits im kommenden Jahr bei Null liegen und stagnieren. Folglich wird Deutschland in eine Rezession rutschen und muss erstmals seit längerem wieder eine steigende Arbeitslosenzahl und eine sinkende Zahl der Erwerbstätigen hinnehmen. Dies sind die Kernaussagen aus dem rund 600 Seiten starken Herbstgutachtens des Sachverständigenrates, das unter dem Titel „Die Finanzkrise meistern, Wachstumskräfte stärken“ herausgegeben wurde.
Der Konjunktureinbruch beendet die positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahl wird im nächsten Jahr von 3,27 Millionen auf 3,3 Millionen steigen, während die Zahl der Erwerbstätigen um 81.000 Personen auf 40,221 Millionen sinken wird.
Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank, EZB, sind ein Versuch die europäischen Volkswirtschaften zu stimulieren. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von weniger als einem Monat hat die EZB den Leitzins, derweil von 3,75 auf 3,25 Prozent, gesenkt. Bis April 2009 wird erwartet, dass der Satz auf 2,5 Prozent sinken wird. Doch die bisherigen Versuche, die Banken dazu zu bewegen mehr Kredite zu vergeben um die Wirtschaft wieder in Fahrt zu bringen, sind gescheitert.
Die Wirtschaftsweisen warnten allerdings vor Panik, denn zu einer Weltwirtschaftskrise, wie sie es in den dreißiger Jahren gab, wird es nicht kommen. Dennoch muss Deutschland in den nächsten Jahren hohe Belastungen in Kauf nehmen.
Das von der Bundesregierung beschlossene Paket zur Stabilisierung von Wachstum und Beschäftigung wurde von den Sachverständigen jedoch kritisiert. Skeptisch sieht der Sachverständigenrat vor allem die auf ein oder zwei Jahre geplante Aussetzung der Kfz-Steuer und die stärkere Absetzbarkeit der Handwerkerrechnungen. Auch die geplanten Regelungen zur Erbschaftssteuer missfallen dem Rat, denn die hohen Verschonungsabschläge seien nicht gerechtfertigt. |