 |
| Weihnachten bringt Deutsche in Kauflaune |
- Hohe Erwartungen des Einzelhandels an das Weihnachtsgeschäft
Die Einzelhändler sehen schwarz. Nach Informationen des Münchener Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung rechnen rund 45 Prozent mit sinkenden Umsätzen. Der Ifo- Geschäftsklimaindex sank von minus 31,6 auf 44,6. Das Institut befragt jeden Monat etwa 7000 Firmen und Einzelhändler. Ein Lichtblick bietet da das kommende Weihnachtsgeschäft, durch das sich der deutsche Einzelhandel gestiegene Einnahmen erhofft. Der Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) rechnet für die Monate November und Dezember mit dem Vorjahresumsatz von 70 Milliarden Euro. Doch für 2009 sieht der HDE-Chef keine Gewinnchancen und bezeichnet eine Stagnation bereits als günstige Entwicklung für den Einzelhandel.
Trotz dieser negativen Erwartungen des Einzelhandels ist noch keine Kaufunlust bei den Verbrauchern zu bemerken. Das Konsumklima der Bundesbürger hat sich für Dezember sogar leicht verbessert. Laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens GfK stieg der Konsumklimaindex auf 2,2 Punkte nach 1,9 Punkten im November. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 1,5 Punkte erwartet. Gründe für diese positive Entwicklung sind laut GfK die steigenden Einkommensaussichten und eine verbesserte Anschaffungsneigung der Verbraucher angesichts fallender Energiepreise bei Benzin und Heizöl und erfolgreicher Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie.
Auf Grund der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Verbraucher jedoch verunsichert und haben Angst, dass sich die Folgen der Krise bald bei Ihnen direkt bemerkbar machen könnten. Viele Befürchten eine lange Rezession und Arbeitsplatzabbau. Die Konjunkturerwartungen sanken daher nach Angaben der GfK auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahre 1991. Die Maßnahmen der Bundesregierung, das Rettungspaket für den Finanzmarkt und das Konjunkturpaket, scheinen noch nicht einen Stimmungsumschwung der Verbraucher zu bewirken.
Ob sich das Konsumklima auch in den nächsten Monaten verbessern kann, hängt davon ab wie lange die Rezession anhalten und inwiefern sich die Konjunkturschwäche auf den Arbeitsmarkt auswirken wird. Steigende Arbeitslosenzahlen werden zwangsläufig die Konsumstimmung reduzieren. Der derzeitig von der GfK prognostizierte Anstieg würde somit nicht eintreffen. |