Die am wenigsten proftitabelste Marke innerhalb der VW-AG, Seat, möchte Verluste im Laufe des nächsten halben Jahrzehnts wieder wettmachen, indem Sie neue Modelle einführt um ausserhalb des heimischen, iberischen Marktes wettbewerbsfähig zu werden.
Bei einem Quartalsverlust von über 100 Millionen Euro steht die Marke am schlechtesten dar, im Vergleich zu den anderen Mitgliedern unter VW-Herrschaft.
Ein derartig schlechtes Abschneiden steht dem Kurs des Mutterkonzerns, bis 2018 weltgrösster Automobilhersteller zu werden, natürlich im Wege.
Die Auslieferung von PKW seitens Seat sank 2009 um 21%, die am besten verkauften Modelle Ibiza und Alhambra verloren alleine schon 8,5%.
Diese Situation greift allerdings nicht allein bei der VW Tochter: von den 16 Euro-Staaten benötigte Spanien etwa ein halbes Jahr länger um wieder Wachstum zu erlangen, nachdem das Land im zweiten Viertel von 2008 eine Rezession erfuhr. Bei einer Arbeitslosenrate von 20,1%, die höchste in der Eurozone, mag das einen nicht wundern.
Die Rehabilitation des spanischen Problemkindes, soll neben Skoda, Audi und Volkswagen dazu führen Toyota bis 2018 in Auslieferungszahlen überholen zu können, was jedoch zu Folge haben müsste, dass Seat seine Verkaufszahlen auf 800,000 verdoppelt.
Die Pläne sehen unter anderem vor, dass das Werk in Martorell endlich zu vollen Kapzitätsauslastungen gebracht wird. Dafür soll Audi's Q3 unter spanischer Sonne das Licht der Welt erblicken und das zu etwa 80,000 Stück jährlich. Zu einer Auslastung würde das immer noch nicht führen, jedoch bei jetzigen 60% findet damit eine Steigerung statt, die das Endziel hat, neunzig Prozent zu erreichen.
Versuche den Betrieb bei Barcelona mittels Entalssungen zu sanieren beziehungsweise Kosten zu senken, stießen in Wolfsburg auf Widerspruch. Das Ziel für die schon seit 24 Jahren
zu VW gehörende Seat, wäre Rettung, was man mit Einsparungen nicht erreichen würde.