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| Stellenabbau und Umstrukturierungsmaßnahmen sollen die Bayern LB wieder stark machen. |
Da sich die Bayrische Landesbank im Zuge der Finanzkrise kräftig verspekuliert hat, folgt jetzt ein harter Sanierungskurs: 5600 Arbeitsplätze sollen gekürzt und das Geschäftsmodell soll reformiert werden.
Um Deutschlands siebtgrößte Bank zu retten, sollen bis 2013 konzernweit circa 5.600 der insgesamt 19.200 Stellen entfallen. Demnach verliert mehr als jeder vierte Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz bei der Bayern LB. Allein von den 3.500 Mitarbeitern der Kernbank in München sollen 1.000 entlassen werden.
In einer siebenstündigen Krisensitzung hatte der Verwaltungsrat am Wochenende die Eckpunkte des Sanierungsprogramms beschlossen. Neue Ziele und ein neues Geschäftsmodell wurden formuliert. Demnach soll die Bayern LB in Zukunft kleiner werden und im Zentrum sollen mittelständische Kunden und die Zusammenarbeit mit den Sparkassen stehen. Das internationale Geschäft soll ebenfalls stark minimiert werden. Darüber hinaus will die Bayern LB ihr Onlinegeschäft mit der Direktbank DKB ausbauen und den Umfang ihre österreichische Banktochter Hypo Alpe Adria beschränken. Mit diesem radikalen Umbau der Landesbank soll die Grundlage für eine Privatisierung und den Verkauf der Bank im Jahr 2015 geschaffen werden.
Die Bayern LB ist die erste deutsche Landesbank ohne eine starke Beteiligung der regionalen Sparkassen. Neben dem Freistaat Bayern gehörte den Sparkassen bisher die Hälfte der Bayern LB. Da diese aber die Risiken der Kapitalerhöhung scheuten, ist der Freistaat künftig der Alleineigentümer der Landesbank.
40 Milliarden Euro stehen dem Freistaat Bayern als Jahreshaushalt zur Verfügung, um die Bayern LB mit Kapital versorgen zu können, benötigt Bayerns Regierung einen Nachtragshaushalt. Nur so können die benötigten Kredite aufnehmen werden. Allein die Kosten für diese Kredite betragen jährlich bereits 350 Millionen Euro, hinzukommen die Kosten für Garantien und Bürgschaften. Ein Riskantes Spiel für Bayerns Regierung, denn zurzeit ist nicht ersichtlich, wann die Landesbank wieder ausreichende Gewinner erzielen wird.
Insgesamt beläuft sich das Rettungspaket für die Bayern LB auf 30 Milliarden Euro. Dafür sollen auch Mittel aus dem Rettungsfonds des Bundes beantragt werden. Im Oktober hatte die Landesbank als erste deutsche Bank 5,4 Milliarden Euro Eigenkapital aus dem Sonderfonds zur Finanzmarktstabilisierung (Sofin) beantragt. Der Antrag ist derzeit allerdings noch nicht bewilligt worden. |