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| OECD-Studie: In Zukunft wird die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wieder ansteigen |
Düstere Prognosen für die Entwicklung in Deutschland: die OECD verkündet in ihrer halbjährlichen Wirtschaftsprognose das Schrumpfen der Deutschen Wirtschaft um fast ein Prozent und den Anstieg der Arbeitslosenzahl um 700.000 Personen.
Bis 2009 werden 21 von 30 Mitgliedsländern der OECD in eine Rezession rutschen, darunter auch Deutschland. Für die deutsche Wirtschaft erwartet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein rückläufiges Wirtschaftswachstum für fünf aufeinander folgende Quartale. Allein 2009 dürfte sich das Bruttoinlandsprodukt um 0,9 Prozent verringern. Eine langsame Erholung könnte laut den Experten der OECD erst Ende 2009 oder 2010 zu erwarten sein.
Auch die Arbeitslosenzahlen können ihren derzeitigen Tiefstand von unter drei Millionen Arbeitslosen nicht halten. Bis 2009 prognostiziert die OECD einen Rückgang der Arbeitslosenquote von geschätzten 7,4 auf über 8 Prozent. Bis Ende 2010 würden somit insgesamt 700.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren.
Grund für den starken Wirtschaftsabschwung Deutschlands ist unter anderem die starke Abhängigkeit der Wirtschaft von Exporten. Im Zuge der Finanzkrise sind die Investitionen um 0,5 Prozent zurückgegangen und die Ausfuhren gingen um 0,4 Prozent zurück.
Um die Wirtschaft wieder zu stabilisieren plant die Regierung in den kommenden zwei Jahren ein Konjunkturpaket. 12,4 Milliarden Euro sollen demnach eingesetzt werden um die Aufträge und Investitionen von Unternehmen, privaten Haushalten und Kommunen anzukurbeln. Des Weiteren soll die Absatzflaute der Autobranche mit einer befristeten Kfz-Steuerbefreiung für Neuwagen behoben werden.
Kritik an diesem Konjunkturpaket kommt von OECD-Chefvolkswirt Schmidt-Hebbel. Das geplante Paket sei zu klein und zu langfristig angelegt. Es werde erst helfen, wenn der Abschwung schon überwunden sei. Die Regierung müsse das Paket auf das Jahr 2009 fokussieren und Verbesserungen vornehmen. Schmidt-Hebbel rät der Regierung zeitlich begrenzte Steuersenkungen und eine begrenzte Erhöhung der Arbeitslosenquote einzuführen. |