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| Schwache Konjunktur= weniger Arbeit. Im Januar meldeten 10.600 Betriebe Kurzarbeit an. |
Die Absatzflaute der Industrie zwingt immer mehr deutsche Arbeitnehmer in die Kurzarbeit. Ein Trend, der sich seit Oktober 2008 nicht mehr stoppen lässt. Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gingen im Januar rund 290.600 neue Anzeigen für konjunkturell bedingte Kurzarbeit ein. Seit Oktober 2008 wurden 775.000 Arbeitnehmer für Kurzarbeit angemeldet.
Insgesamt haben sich 10.600 Betriebe zu einer verringerten Arbeitszeit für ihre Belegschaft entschlossen. Die meisten Anzeigen stammen von Autoherstellern und der Autoindustrie, den Herstellern von Metallerzeugnissen und dem Maschinebau. Volkswagen, Daimler, BMW, Bosch, AMD und Thyssen Krupp sind nur einige der vielen Unternehmen, die Kurzarbeit beantragt haben.
Jeder Betrieb, der Anzeigen auf Kurzarbeit einreicht, wird von der Bundesagentur für Arbeit finanziell unterstützt. Derzeit zahlt die BA Arbeitnehmer 60 Prozent (Arbeitnehmern mit Kindern 67 Prozent) des durch Kurzarbeit ausfallenden Nettolohns. Somit können Arbeitsplätze auch bei Auftragsflauten gehalten werden.
Die Bundesregierung hatte die Betriebe ausdrücklich dazu aufgerufen in wirtschaftsschwachen Zeiten auf Kurzarbeit zu setzen anstatt Arbeitsplätze abzubauen. Als Anreiz dafür müssen die Arbeitgeber die Sozialabgaben für Kurzarbeit nicht mehr alleine tragen, denn die Hälfte wird von der Bundesagentur für Arbeit übernommen. |