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| Die Anzahl der gefälschten Geldscheine ist gestiegen, der Schaden ist aber gering. |
Nach einem jahrelangen Rückgang sind in Deutschland wieder mehr falsche Euro-Scheine aufgetaucht. Laut der Bundesbank wurden im vergangenen Jahr 41.000 falsche Geldscheine registriert, während es 2007 nur 40.000 waren. Da die Geldfälscher vorwiegend kleine Stückelungen in Umlauf brachten, war der wirtschaftliche Schaden 2008 geringer.
Ein Schaden von 3,8 Millionen Euro Schaden wurde 2007 durch die Geldfälschung erreicht. Trotz einer gestiegenen Anzahl falscher Banknoten, war der wirtschaftliche Schaden 2008 mit 3,5 Millionen Euro geringer als im Jahr zuvor.
Große Stückelungen wurden nicht mehr in den Umlauf gebracht, am häufigsten wurden 20-, 50-, und 100-Euro-Scheine gefälscht. Der beliebteste Geldschein der Fälscher ist die 100-Euro-Note. Nach Angaben der Bundesbank wurden 6682 gefälschte 100- Euro-Scheine registriert gegenüber 6547 50-Euro Noten.
Deutschland hat weniger Fälschungen aufzuweisen als andere Euro-Länder und die Gefahr an Falschgeld zu geraten ist relativ gering. „Erfreulicherweise liegt Deutschland mit rund fünf Fälschungen auf 10.000 Einwohner pro Jahr nach wie vor unter dem Durchschnitt des Euroraums“ sagte das für das Bargeld zuständige Bundesbank-Vorstandsmitglied Hans Reckers.
Die Europäische Zentralbank (EZB) registrierte 2008 insgesamt 666.000 gefälschte Scheine nach 561.000 im Vorjahr, eine nicht gravierende Steigerung. „Die Öffentlichkeit kann den Euro-Banknoten und ihren Sicherheitsmerkmalen vertrauen“. Für 2011 ist eine neue Euro-Serie geplant, bei der laut Reuters die Sicherheitsmerkmale noch weiter verbessert werden sollen.
Die Zentralbanken raten den Verbrauchern, ihre Banknoten genau zu prüfen. Wer einen gefälschten Schein entdeckt, muss diesen bei der Polizei abgeben. Auf einen Ersatz der Summe hat der Verbraucher allerdings keinen Anspruch. Die Bundesbank warnt allerdings davor, einen gefälschten Schein wieder in den Zahlungsverkehr einfließen zu lassen, denn diese Handlung ist strafbar und wird mit hohen Geldbußen oder sogar Gefängnisstrafen geahndet.
Die Richtigkeit der Geldnoten kann an einigen Sicherheitsmerkmalen erkannt werden. Die Polizei empfiehlt in vier Schritten vorzugehen: „Fühlen, Sehen, Kippen, Prüfen“. Wenn auch nur eines der Merkmale fehlt, kann es sich bereits um eine gefälschte Banknote handeln. |