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| Negative Nachrichten schmälern nicht die Kauflaune der Deutschen. |
Abwrackprämie und stabile Preise sorgen für mehr Kauflust
Trotz Rezession und Finanzkrise bessert sich das Konsumklima der Deutschen. Die Marktforscher der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) prognostizierten am Donnerstag einen Anstieg des Konsumklimas von 2,3 auf 2,6 Punkte. Analysten hatten eher mit einem Rückgang auf 2,0 Punkte gerechnet.
Gründe für diesen Anstieg sind attraktive Rabattangebote der Einzelhändler, stabile Preise und vor allem die Abwrackprämie, die sich zum totalen Erfolg des zweiten Konjunkturpakets der Bundesregierung entwickelt hat. Die Abwrackprämie stützt insbesondere die Bereitschaft für große Käufe.
Laut dem GfK-Experten Rolf Bürkl könne der Konsum in diesem Jahr den Konjunktureinbruch etwas abmildern, jedoch sei das Konsumklima auf einem zu niedrigen Niveau, um die stark rückläufigen Exporte und Investitionen in vollem Umfang zu kompensieren.
Wie sich die Konjunktur weiter entwickelt bleibt davon abhängig, ob und wie stark sich die Finanzkrise auf den Arbeitsmarkt auswirken wird. Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen würde auch die Konsumlaune wieder bremsen. Aber trotz der negativen Nachrichten aus den Medien über Kurzarbeit, Entlassungen und Produktionseinbrüche konnte mit dem 50 Milliarden starken Konjunkturpaket der Pessimismus der Verbraucher abgeschwächt werden. Viele erwarten eine Stärkung der Binnenkonjunktur.
Ob es sich bei der positiven Entwicklung des Konsumklimas bereits um das Ende der Talfahrt der Konjunkturaussichten handelt und die Trendwende eingeleitet ist, bleibe derzeit abzuwarten, erklärte das Marktforschungsinstitut. Dennoch hält die GfK an ihrer Prognose fest, dass der private Verbrauch in diesem Jahr um ein halbes Prozent steigen wird. „Der erstaunlich starke Anstieg zu Beginn des Jahres war keine Eintagsfliege“, sagte Bürkl. |