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| Die Bundesagentur für Arbeit prognostiziert mehr Arbeitslose als die Regierung. |
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) wiederspricht der Jobprognose der Bundesregierung
In Zukunft droht ein stärkerer Abbau von Arbeitsplätzen als derzeit von der Bundesregierung erwartet. Rund doppelt so viele Jobs wie angenommen könnten verloren gehen.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zweifelt an der offiziellen Prognose von 3,6 Millionen Arbeitslosen für den Zeitraum Dezember 2008 bis Dezember 2009. Die Informationen beziehen sich auf einen Artikel der „Frankfurter Rundschau“, worin der Chef des Instituts, Joachim Möller, der Zeitung mitteilte, dass die Prognosen im Jahreswirtschaftsbericht über die Arbeitslosenzahlen zu optimistisch seinen. „Die Werte sind nur unter günstigen Bedingungen erreichbar“, so Möller. Den maximalen Jobverlust sieht der Chef des BA-eigenen Forschungsinstituts nach einer Faustregel bei drei Prozent, was dem Abbau von rund einer Million sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze gleichkommt. Doch „der tatsächliche Beschäftigungsabbau dürfte jedoch deutlich geringer sein, nämlich nach einer weiteren Faustregel nur etwa ein Drittel bis halb so groß“, sagte Möller. Somit gingen im Jahresdurchschnitt eine halbe Million Jobs verloren.
Andere Experten schätzen den Stellenabbau noch pessimistischer ein. So etwa der Leiter des gewerkschaftsnahen Forschungsinstituts IMK, Gustaf Horn, der einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf bis zu vier Millionen bis zum Jahresende voraussieht. Seine Skepsis begründet der Leiter mit dem Wegfall der stabilisierenden Faktoren bei anhaltender und länger dauernder Konjunkturkrise. Und auch Roland Döhrn vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung sieht negative Prognosen voraus. „Selbst wenn Ende 2009 die Konjunkturerholung beginnen sollte, würde der Beschäftigungsabbau erst einmal weitergehen, sagte Döhrn der Frankfurter Rundschau. |